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Der Druidenstein im Winter

Der Druidenstein im Winter

 

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Termine
 

05.06.
Erbsensuppenfest
(Wandersportverein "Fahrende Gesellen" e.V.)
 

16.07.
Deutsche Klickermeisterschaft
(1. Kirchener Klickerverein)
 

13.08.
Grillfest
(VdK Ortsverband Oberes Siegtal (Mudersbach))
 

30.09.
188.Mudersbacher-Kirmes
(Bürger- und Verkehrsverein Mudersbach e.V.)
 

03.12.
Adventsfeier
(VdK Ortsverband Oberes Siegtal (Mudersbach))
 


Kontakt
 

Andreas Hof

Andreas Hof

Lindenstr. 1
57548 Kirchen (Sieg)

Telefon: 02741/688-106
Telefax: 02741/688-255

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Der Druidenstein

Nationaler Geotop

Kurzbeschreibung
 
Der Druidenstein
 

Der Druidenstein ist ein Naturdenkmal bei Kirchen-Herkersdorf und liegt 450 m √ľber NN. Zu dem Basaltkegel f√ľhrt ein Kreuzweg durch den Wald oberhalb der Hl. Kreuz Kirche in Herkersdorf.

Dem Druidenstein wurde die Auszeichnung als nationaler Geotop verliehen. 

 

Beschreibung und Geschichte
 

Der Druidenstein (auch R√ľdenstein, Dr√ľdelstein, Herkersdorfer Kopf oder K√∂ppel genannt) im Ortsbezirk Herkersdorf (Stadt Kirchen) bildet eine der "herausragenden" Sehensw√ľrdigkeiten in der Verbandsgemeinde Kirchen. Der Basaltkegel erhebt sich auf 450m √ľber NN in ca. 20m H√∂he.

 

Die Gestalt des Druidensteins ist dadurch entstanden, dass sich Lava durch die devonische Grauwacke des Grundgebirges hindurchzw√§ngte und anschlie√üend erstarrte. Durch Erosion blieb nur noch der "harte Basaltkern" √ľbrig, allerdings "schrumpfte" diese Kuppe immer weiter. Auch andere Ereignisse haben die Gr√∂√üe des Basaltkegels reduziert. So wurde er schon als Steinbruch f√ľr Stra√üenbau u.a. genutzt. Die oberste Spitze wurde wohl aus taktischen Gr√ľnden w√§hrend des 30-j√§hrigen Krieges abgebrochen, damit sich feindliche Truppen nicht daran orientieren konnten. Damals war die Spitze n√§mlich noch weithin sichtbar und kaum Wald vorhanden.
Auch vom Blitz wurde der Druidenstein schon oft getroffen und zwar im Jahre 1979. Der Einschlag war so gewaltig, dass der Basaltkegel danach mit 6 Stahlbetonbalken gest√ľtzt werden musste.


Dieses Naturdenkmal (steht seit 1869 unter Naturschutz) entstand in der Zeit des Jung-Teritär (vor ca. 1-25 Millionen Jahren: Miozän bzw. Pliozän) und hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Was sich alles genau am Druidenstein zugetragen hat ist nicht bewiesen. Viele Sagen und Mythen ranken sich um den Kegel, der vermutlich als Opferstätte und Richtplatz von den Druiden (keltische Priester) genutzt wurde. Wahrscheinlich ist auch, das der Druidenstein eine religiöse Stätte der Chatten war, die hier eine Thingstätte errichteten und die Sonne verehrten.

Auf jeden Fall belegt ist, dass in den 50er Jahren einige Festspiele auf der "Druidenstein-Freilichtb√ľhne" stattfanden. Hier wurden St√ľcke wie "Es werde Licht" (1952), "Wandulf der Waldschmied" (1954) oder "Schulze Henrich" (1955) aufgef√ľhrt. Die Darsteller kamen aus dem hiesigen Raum. Anfang der 60er Jahre wurden die Festspiele jedoch eingestellt. Heute finden hin und wieder Freiluftkonzerte am Basaltkegel statt. An Himmelfahrt f√ľhren allj√§hrlich Prozessionen von Herkersdorf √ľber den Kreuzweg zum "K√∂ppel". Als Ausflugsziel ist der Druidenstein auch heute noch sehr begehrt und landschaftlich sch√∂n gelegen.

 

Quellen:
"Geschichte von Kirchen" von Werner Stinner;
"Rund um die Freusburg" von Horst G. Koch;
"Erlebnis Westerwald" von Westerwald-Touristik


Sage der Herke von Druidenstein
 

Nachdem die Kelten das Land an der Sieg in Besitz genommen hatten, errichteten sie auf dem Druidenstein unweit von Herkersdorf ihren G√∂ttern eine Opferst√§tte. Makellose Jungfrauen von edler Geburt, die nie von eines Mannes Liebe gewusst hatten, so geht die Sage, wurden f√ľr die heiligen Handlungen am Opferstein ausersehen. Die Druidin war sich ihres Wertes bewusst und entsagte um ihres hohen Amtes willen gern jedem irdischen Verlagen.

Herke jedoch, liebliche Tochter eines Stammesf√ľrsten, taufrisch und rein wie der Bergquell, vermochte die aufkeimende Liebe zu einem edlen J√ľngling ihres Stammes nicht zu bezwingen, wie tapfer sie auch dagegen ank√§mpfte. Ihr zartes Gem√ľt erkrankte an dem Zwiespalt in ihrem Inneren. Und als wieder einmal an einem sch√∂nen Sonnwendabend der heimliche Geliebte in seiner Jugendsch√∂nheit vor ihr stand, verga√ü sie, was die Pflicht ihr abverlangte. Wie eine Traumwandlerin folgte sie ihm und wurde seine Frau. Aber die H√§scher jagten den Frevelnden nach, erstachen den J√ľngling und schleppten die verzweifelte Herke zum Opfertisch, wo sie mit ihrem Blut das begangene Unrecht b√ľ√üte.

Jedesmal aber, wenn sich der Mond wieder rundet, h√∂ren die Bewohner im Tal das Jammern und Wehklagen der Geopferten von der H√∂he des Druidensteins. Sie erschauern und bekreuzigen sich. Ungl√ľcklich Verliebte aber vermeinen, in solchen N√§chten die tr√∂stende Stimme der Herke zu vernehmen, die immer noch als die Besch√ľtzerin bedr√§ngter Liebe waltet.

 

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