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Der Druidenstein im Winter

Der Druidenstein im Winter

 

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Termine
 

25.08.
Flugplatzfest Katzwinkel
(Segelflugclub Betzdorf-Kirchen e.V.)
 

ab 05.10.
190. Mudersbacher Kirmes
(Bürger- und Verkehrsverein Mudersbach e.V.)
 

01.12.
Adventsfeier im B├╝rgerhaus
 


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Andreas Hof

Andreas Hof

Lindenstr. 1
57548 Kirchen (Sieg)

Telefon: 02741/688-106
Telefax: 02741/688-255

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Der Druidenstein

Nationaler Geotop

Kurzbeschreibung
 
Der Druidenstein
 

Der Druidenstein ist ein Naturdenkmal bei Kirchen-Herkersdorf und liegt 450 m über NN. Zu dem Basaltkegel führt ein Kreuzweg durch den Wald oberhalb der Hl. Kreuz Kirche in Herkersdorf.

Dem Druidenstein wurde die Auszeichnung als nationaler Geotop verliehen. 

 

Beschreibung und Geschichte
 

Der Druidenstein (auch Rüdenstein, Drüdelstein, Herkersdorfer Kopf oder Köppel genannt) im Ortsbezirk Herkersdorf (Stadt Kirchen) bildet eine der "herausragenden" Sehenswürdigkeiten in der Verbandsgemeinde Kirchen. Der Basaltkegel erhebt sich auf 450m über NN in ca. 20m Höhe.

 

Die Gestalt des Druidensteins ist dadurch entstanden, dass sich Lava durch die devonische Grauwacke des Grundgebirges hindurchzwängte und anschließend erstarrte. Durch Erosion blieb nur noch der "harte Basaltkern" übrig, allerdings "schrumpfte" diese Kuppe immer weiter. Auch andere Ereignisse haben die Größe des Basaltkegels reduziert. So wurde er schon als Steinbruch für Straßenbau u.a. genutzt. Die oberste Spitze wurde wohl aus taktischen Gründen während des 30-jährigen Krieges abgebrochen, damit sich feindliche Truppen nicht daran orientieren konnten. Damals war die Spitze nämlich noch weithin sichtbar und kaum Wald vorhanden.
Auch vom Blitz wurde der Druidenstein schon oft getroffen und zwar im Jahre 1979. Der Einschlag war so gewaltig, dass der Basaltkegel danach mit 6 Stahlbetonbalken gestützt werden musste.


Dieses Naturdenkmal (steht seit 1869 unter Naturschutz) entstand in der Zeit des Jung-Teritär (vor ca. 1-25 Millionen Jahren: Miozän bzw. Pliozän) und hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Was sich alles genau am Druidenstein zugetragen hat ist nicht bewiesen. Viele Sagen und Mythen ranken sich um den Kegel, der vermutlich als Opferstätte und Richtplatz von den Druiden (keltische Priester) genutzt wurde. Wahrscheinlich ist auch, das der Druidenstein eine religiöse Stätte der Chatten war, die hier eine Thingstätte errichteten und die Sonne verehrten.

Auf jeden Fall belegt ist, dass in den 50er Jahren einige Festspiele auf der "Druidenstein-Freilichtbühne" stattfanden. Hier wurden Stücke wie "Es werde Licht" (1952), "Wandulf der Waldschmied" (1954) oder "Schulze Henrich" (1955) aufgeführt. Die Darsteller kamen aus dem hiesigen Raum. Anfang der 60er Jahre wurden die Festspiele jedoch eingestellt. Heute finden hin und wieder Freiluftkonzerte am Basaltkegel statt. An Himmelfahrt führen alljährlich Prozessionen von Herkersdorf über den Kreuzweg zum "Köppel". Als Ausflugsziel ist der Druidenstein auch heute noch sehr begehrt und landschaftlich schön gelegen.

 

Quellen:
"Geschichte von Kirchen" von Werner Stinner;
"Rund um die Freusburg" von Horst G. Koch;
"Erlebnis Westerwald" von Westerwald-Touristik


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Sage der Herke von Druidenstein
 

Nachdem die Kelten das Land an der Sieg in Besitz genommen hatten, errichteten sie auf dem Druidenstein unweit von Herkersdorf ihren Göttern eine Opferstätte. Makellose Jungfrauen von edler Geburt, die nie von eines Mannes Liebe gewusst hatten, so geht die Sage, wurden für die heiligen Handlungen am Opferstein ausersehen. Die Druidin war sich ihres Wertes bewusst und entsagte um ihres hohen Amtes willen gern jedem irdischen Verlagen.

Herke jedoch, liebliche Tochter eines Stammesfürsten, taufrisch und rein wie der Bergquell, vermochte die aufkeimende Liebe zu einem edlen Jüngling ihres Stammes nicht zu bezwingen, wie tapfer sie auch dagegen ankämpfte. Ihr zartes Gemüt erkrankte an dem Zwiespalt in ihrem Inneren. Und als wieder einmal an einem schönen Sonnwendabend der heimliche Geliebte in seiner Jugendschönheit vor ihr stand, vergaß sie, was die Pflicht ihr abverlangte. Wie eine Traumwandlerin folgte sie ihm und wurde seine Frau. Aber die Häscher jagten den Frevelnden nach, erstachen den Jüngling und schleppten die verzweifelte Herke zum Opfertisch, wo sie mit ihrem Blut das begangene Unrecht büßte.

Jedesmal aber, wenn sich der Mond wieder rundet, hören die Bewohner im Tal das Jammern und Wehklagen der Geopferten von der Höhe des Druidensteins. Sie erschauern und bekreuzigen sich. Unglücklich Verliebte aber vermeinen, in solchen Nächten die tröstende Stimme der Herke zu vernehmen, die immer noch als die Beschützerin bedrängter Liebe waltet.

 

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