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Impressionen
 
Der Glockenturm in Wingendorf

Der Glockenturm in Wingendorf

 


 

Ortsbezirk Wingendorf

Allgemeines
 

Wingendorf liegt am Rande der Verbandsgemeinde Kirchen und hat 413 Einwohner (Stand 06.05.08). Ob der Westerwald und das Siegerland in der Steinzeit schon besiedelt waren, ist bis heute nicht richtig bewiesen. Fliehburgen und Ringw√§lle zeugen jedoch davon, das unsere Heimat von den Kelten bewohnt war. Im 3. Jahrhundert vor Christus wurden die Kelten von den Germanen aus unserer Region verdr√§ngt. Die Germanen f√ľhrten die Acker- und Weidewirtschaft ein und √ľbernahmen von den Kelten die Kunst der Eisenverarbeitung. Die Geh√∂fte lagen zerstreut in den T√§lern der Sieg, Heller und Daade. Wie die meisten Siegerl√§nder Orte, so wird auch Wingendorf erst verh√§ltnism√§√üig sp√§t urkundlich erw√§hnt.

 

Es muss seit √§ltesten Zeiten zusammen mit Winnersbach zum Kirchspiel Niederfischbach geh√∂rt haben. Dies vermerkt W. Fabricius in seinen "Erl√§uterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz", V 2, 241 Nr. 12, unter dem Jahre 1746. Das Wingendorf jedoch √§lter ist, geht aus der Tatsache hervor, dass "die von Wingendorf" zum Ortsadel im Flu√ügebiet der mittleren Sieg geh√∂rig in der Zeit von 1370 bis 1393 erw√§hnt werden und dass deren Wappen das gleiche Rautenwappen zeigt wie das der weitverzweigten Sippe von Seelbach. Dieses Rautenwappen ziert - nach Auslegung einiger Geschichtsforscher - auch einen Schlu√üstein des Mittelschiffes der Abteikirche in Marienstatt.Die Begr√ľndung dieser Auslegung ergibt sich aus den Marienst√§tter Akten. Am 15. August 1417 best√§tigt Arnold von Wingendorf mit seiner Frau Neese das Testament der Herren von Wingendorf, in dem dieser dem Kloster Marienstatt einen halben Hof vermachte.

 

"Die von Wingendorf" (auch Wiinger- und Wyngerdorff) geh√∂rten demnach zweifellos zu den F√∂rderern des Baues. In der √§ltesten Nachricht √ľber unsere Heimat aus dem Jahre 1048, welche ihrerseits wieder Bezug nimmt auf eine solche aus dem Jahre 914, handelt es sich um eine Grenzbeschreibung des Haigerer Pfarrsprengels. Hier wird zwar Wingendorf nicht ausdr√ľcklich erw√§hnt, aber dennoch f√ľhrt dieser Grenzverlauf unmittelbar an Wingendorf vorbei. Hei√üt es doch in dieser o.a. Urkunde und in sp√§teren schriftlichen und m√ľndlichen Mitteilungen immer wieder, dass "der Hileweg beim Hofe Kalteiche beginnt und auf dem Gebirgsr√ľcken nordw√§rts bis Hohenhain verl√§uft, welcher das Gebiet der Asdorf westw√§rts begrenzt...".

 

In Wingendorf wurde wie fast √ľberall in der Gegend auch Bergbau betrieben. 1853 werden auf der Grube Wingerwald 5 Knappen besch√§ftigt, die 323 to. Jahresleistung erbringen. Rings um Wingendorf wurden Grubenfelder eingerichtet. Das bedeutendste Erzvorkommen lag in der Grube "Gl√ľcksbrunnen", in der N√§he des T√ľschebachsweiher. 1930 wurde diese Grube geschlossen.