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Impressionen
 
So sah der Stolleneingang im Jahre 2004 aus

So sah der Stolleneingang im Jahre 2004 aus

 

Termine
 

06.05.
SGV-Schieferstollen geöffnet
(Sauerländischer Gebirgsverein Abt. Siegtal e.V.)
 

14.05.
Stadt Kirchen
(Stadt Kirchen)
 

16.05.
Tagesfahrt
(VdK Ortsverband Oberes Siegtal (Mudersbach))
 

12.08.
Grillfest im und am Wanderheim
 

17.09.
Tag des Geotops
(Sauerländischer Gebirgsverein Abt. Siegtal e.V.)
 


Kontakt
 

Andreas Hof

Andreas Hof

Lindenstr. 1
57548 Kirchen (Sieg)

Telefon: 02741/688-106
Telefax: 02741/688-255

E-Mail schreiben

 

 

Der Schieferstollen in Mudersbach

Kurzbeschreibung
 
Schieferstollen in Mudersbach
 

Der Schieferstollen "Wilhelmslust" ist ein alter Schieferstollen, der f√ľr Besucher zug√§nglich gemacht wurde. Besichtigungen sind nach Absprache m√∂glich.

 

Telefon: 02745 / 788 oder 02745 / 1550

 

 

Beschreibung und Geschichte
 

Schiefer ein Produkt der Natur. Schiefer entstand in unserem Raum vor allem in der Devon-Zeit vor 350 bis 400 Millionen Jahren durch Ablagerungen von feinstk√∂rnigen Tonschlammassen, die sich unter dem Auflagerungsdruck in Tonstein verfestigten. Bei der sp√§teren Gebirgsbildung wurden die Tonsteinschichten durch seitlichen Druck aufgefaltet. W√§hrend dieser tektonischen Vorg√§nge zerscherten die tonigen Gesteine. Dadurch wurde dem urspr√ľnglichen Tongestein ein neues Strukturelement aufgepr√§gt: die Schieferung. Der Abbau von Schiefer l√§sst sich geschichtlich bis ins Mittelalter zur√ľckverfolgen. Die √§lteste erhaltene Konzession zum Schieferabbau stammt aus dem Jahre 1717. Der Abbau des Schiefers erfolgte in den ersten Jahren im Tagebau. Erst nach 1850 ging man zum Untertagebau √ľber. Die Bl√ľtezeit der Dachschieferindustrie kam ab 1860 durch eine Ministerialverordnung, nach der D√§cher nicht mehr mit Stroh gedeckt werden durften. Durch den erh√∂hten Bedarf an Dachschiefer entstanden zahlreiche Schiefergruben und Stollen, in denen Bergleute ihr t√§gliches Brot verdienten. Schiefer war drei Jahrhunderte lang bis weit √ľber die Grenzen Deutschlands hinaus ein begehrter Baustoff.

Der Stollen wurde, von einem Mudersbacher Dachdeckermeister 1856, nach einer Genehmigung vom Interessenwald, gehauen. Die L√§nge betr√§gt ca. 80 m mit zwei gro√üen Abbauhallen. Die Bergleute erschlossen mit Hand, nur mit Hammer und Mei√üel bewaffnet, den Stollen und f√∂rderten den wertvollen Schiefer zu Tage. Etwa 10% bis 20% von den bewegten Gesteinsmassen waren brauchbares Material als Endprodukt. Das Nebengestein wurde f√ľr Wegebau und Bruchsteimauern verwendet. Im Gang haben sich einige Stalaktiten und Stalagmiten gebildet. Die Luft im Stollen ist klarer und reiner als irgendwo sonst. Die Temperatur betr√§gt ca. 8 ¬ļ C und die Luftfeuchtigkeit betr√§gt angenehme 90 %.

In den Jahren 2004 bis 2006 hat der SGV den Stollen f√ľr Besichtigungen hergerichtet. Ca. 800 Arbeitsstunden wurde aufgewendet. Der Stollen wurde ger√§umt, die G√§nge mit Kies ausgelegt und der Eingangsbereich verst√§rkt. Trockenmauern wurde erneuert. Der gesamte Stollen ist beleuchtet und wird von einem Aggregat mit Strom versorgt. Vor dem Eingang ist eine Infotafel, ein Grubenwagen und ein Bergmann aufgestellt. Zwei B√§nke laden zum Verweilen ein.

 

Anfahrt
 

Landkarte in eigenem Fenster darstellen.