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Florian Grundmeier

Florian Grundmeier

Lindenstr. 1
57548 Kirchen (Sieg)

Telefon: 02741/688-105
Telefax: 02741/688-255

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Termine
 

Aktuell keine Termine vorhanden.


 

Schöffenwahl 2018

für die Amtszeit von 2019 bis 2023

Informationen
 

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Sch√∂ffen und Jugendsch√∂ffen f√ľr die Amtszeit von 2019 bis 2023 gew√§hlt.
Gesucht werden aus den Ortsgemeinden Brachbach, Friesenhagen, Harbach, Mudersbach, Niederfischbach sowie der Stadt Kirchen (Sieg) Frauen und Männer, die am Amtsgericht Betzdorf und Landgericht Koblenz als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.
Die Ortsgemeinderäte/Stadtrat Kirchen und der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Altenkirchen schlagen doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Schöffen bzw. Jugendschöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen.
Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in den o. g. Gemeinden wohnen und am 01.01.2019 mindestens 25 und h√∂chstens 69 Jahre alt sein werden. W√§hlbar sind deutsche Staatsangeh√∂rige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der √úbernahme von Ehren√§mtern f√ľhren kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder f√ľr die Justiz T√§tige (Richter, Rechtsanw√§lte, Polizeivollzugsbeamte, Bew√§hrungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Sch√∂ffen gew√§hlt werden.
Sch√∂ffen sollten √ľber soziale Kompetenz verf√ľgen, d. h. das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen k√∂nnen. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die ehrenamtlichen Richter m√ľssen Beweise w√ľrdigen, d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten k√∂nnen. Die Lebenserfahrung, die ein Sch√∂ffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Sch√∂ffen in Jugendstrafsachen sollen in der Jugenderziehung √ľber besondere Erfahrung verf√ľgen.
Das verantwortungsvolle Amt eines Sch√∂ffen verlangt in hohem Ma√üe Unparteilichkeit, Selbstst√§ndigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und - wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes - gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind f√ľr das Amt nicht erforderlich.
Sch√∂ffen m√ľssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, √ľber Rechte und Pflichten informiert sein und sich √ľber die Ursachen von Kriminalit√§t und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie m√ľssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich √ľber ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsm√∂glichkeiten weiterzubilden. Wer zum Richten √ľber Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstsein f√ľr den Eingriff in das Leben anderer Menschen durch das Urteil. Objektivit√§t und Unvoreingenommenheit m√ľssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsympathisch ist oder die √∂ffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat.
Sch√∂ffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. F√ľr jede Verurteilung und jedes Strafma√ü ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Sch√∂ffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil - gleichg√ľltig ob Verurteilung oder Freispruch - haben die Sch√∂ffen daher mit zu verantworten. Wer die pers√∂nliche Verantwortung f√ľr eine mehrj√§hrige Freiheitsstrafe, f√ľr die Versagung von Bew√§hrung oder f√ľr einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht √ľbernehmen kann, sollte das Sch√∂ffenamt nicht anstreben.
In der Beratung mit den Berufsrichtern m√ľssen Sch√∂ffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten k√∂nnen, ohne besserwisserisch zu sein, und sich von besseren Argumenten √ľberzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie m√ľssen sich verst√§ndlich ausdr√ľcken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen k√∂nnen und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogf√§higkeit abverlangt.

Wer sich zur Aus√ľbung dieses Amtes in der Lage sieht, kann sich bis zum 11. Mai 2018 bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kirchen (Sieg), Lindenstra√üe 1, 57548 Kirchen (Sieg), Herrn Grundmeier bewerben. Die Kontaktdaten finden Sie auf der rechten Seite. Er erh√§lt dann ein Formular zugesandt, in das die notwendigen Daten einzutragen sind. Das Formular kann auch auf der Internetseite der Verbandsgemeinde Kirchen unter www.kirchen-sieg.de und hier unter - Formulare/Sch√∂ffenwahl 2018 - heruntergeladen werden.

Amtierende Sch√∂ffen und nicht ber√ľcksichtigte Bewerber der letzten Wahl m√ľssen sich, wenn sie an einer erneuten bzw. erstmaligen √úbernahme des Amtes auch weiterhin Interesse haben, erneut bewerben.