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Blick ins Bergwerk

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Termine
 

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Kontakt
 

Andreas Hof

Andreas Hof

Lindenstr. 1
57548 Kirchen (Sieg)

Telefon: 02741/688-106
Telefax: 02741/688-255

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Heimatmuseum Kirchen

Kurzbeschreibung
 
Heimatmuseum Kirchen
 

Museum des Kirchener Heimatvereins e.V.
Wiesenstraße 7
57548 Kirchen


Tel.: 02741 / 930389

 

 

Beschreibung und Geschichte
 

Zunächst war das Heimatmuseum (als Heimatstube) im Ortsbezirk Wehbach untergebracht. 1993 fand der Umzug ins alte Feuerwehrhaus in der Wiesenstraße in Kirchen statt. In den Jahren 2002 und 2003 wurden erhebliche Umbauarbeiten durchgeführt. Das eigentliche Gebäude wurde im Jahre 1910 erbaut.

Stück für Stück wird die Wiesenstraße 7, nur etwas oberhalb der evangelischen Kirche, zu einer Topadresse in Kirchen. Seit nunmehr über fünf Jahren arbeiten die Mitglieder des Kirchener Heimatvereins nun schon an der Gestaltung des Museums für die Stadt Kirchen mit dem Schwerpunkt Industriegeschichte. Dabei steht natürlich die Geschichte der beiden bedeutensten Werke, der Lokomotivfabrik Arnold Jung im Kirchener Jungenthal sowie der Friedrichshütte in Wehbach, im Mittelpunkt. Aber das ist noch längst nicht alles, was die Kirchener Geschichte zu bieten hat. So wundern sich z.B. nicht wenige darüber, dass in Kirchen auch einmal Bier gebraut wurde oder das es in Kirchen auch einmal ein Gefängnis gab. Über dies und vieles mehr informiert das "städtische Heimatmuseum".

 

Einblicke ins Heimatmuseum
 
Nachbau einer Schreinerei

Nachbau einer Schreinerei

 

Rundgang durch das Museum
 

Den Rundgang sollten Sie im Keller des Gebäudes beginnen. Dort erfährt der Besucher so allerhand über die zahlreichen Funktionen des Haubergs in früher Zeit. Zahlreiche Werkzeuge veranschaulichen die schwere Arbeit im Hauberg und in der Landwirtschaft. Dass selbst das Waschen wenig mit dem heutigen Luxus moderner Technik zu tun hatte, verdeutlicht eine alte Waschküche, die zurzeit aufgebaut wird. Für Kinder besonders interessant ist das Modell eines Göpels zur Trennung von Spreu und Korn.

Geht man dann die Treppe hinauf so erfährt man Interessantes über Wehbacher Industrie- und Handwerksgeschichte. Brauerei, Gerberei, Ziegelei und Sägewerk gaben vielen Menschen Arbeit. Der große Raum im Erdgeschoss ist ganz der Firmengeschichte des Stahl- und Walzwerkes der Friedrichshütte, Abteilung Carl Stein, und der Geschichte der Firma Jung-Jungenthal, von der Spinnerei über die Lokomotivfabrik bis zum Hersteller von Werkzeugmaschinen mit Weltruf, gewidmet. Hier wird deutlich, woher ein großer Teil des Reichtums Kirchens kam und wo die meisten Menschen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ihr Brot verdienten. Zahlreiche Fotos und Exponate liefern detaillierte Einblicke in die Arbeitswelt von gestern. Im Nebenraum befinden sich zahlreiche Schätze in der Abteilung Bergbau, dessen Vergangenheit für die Entwicklung Kirchens ebenso bedeutsam war wie die beiden großen Firmen. Anschaulich gelungen ist hier der Stollentrieb der einen "Blick ins Bergwerk" freigibt.

Im zweiten großen Raum des Erdgeschosses weisen Stellmacherei, Schmiede und Schusterwerkstatt auf die alten Traditionen des Handwerks hin. Wie man früher bei "Tante Emma" einkaufte, zeigt die alte Ladeneinrichtung, die sich mehr und mehr mit altertümlichen Verpackungen füllt. Lebensmittelmarken und Inflationsgeld erinnern an schwierige Zeiten der Versorgung.

Geht man nun weiter die Treppe hoch, so begegnet man zunächst einmal interessanten Fahnen aus der Kirchener Vereinsgeschichte, aber auch dem Reichsbanner Schwarz-rot-gold, das während der Naziherrschaft eifrig gesucht wurde aber gut versteckt die Zeit überlebte.

Im Obergeschoss sind Wohnküche, eine gehobene Wohnstube und ein klassisches Schlafzimmer mit einem Brautkleid aus Fallschirmseide zu besichtigen. Der größte Raum aber ist der Geschichte der Kirchener Stadtteile vorbehalten. Hier haben Bürger aus den verschiedenen Stadtteilen die Geschichte ihres Wohnumfeldes in Eigenregie auf unterschiedliche Art und Weise dokumentiert und zu einer äußerst interessanten Gesamtschau zusammengestellt. Bei einem Rundgang fallen dem Betrachter u. a. die repräsentativen Villen auf, die nur noch zum Teil das Bild Kirchens mitprägen. Es sind die Domizile der einstigen Millionäre Kirchens. Insgesamt zwölf Millionärsfamilien wohnten hier und machten Kirchen zum reichsten Dorf in Preußen.

Das "Dorf der Millionäre" hat seit dieser Zeit sein Gesicht erheblich verändert, umso mehr lohnt sich die Rückschau auf diese beeindruckende Geschichte im Rahmen eines sonntäglichen Besuches, mit einem Gang durchs Museum.

 

Quelle:
Kirchener Heimatverein e.V.

Öffnungszeiten:
Regelmäßig am 1., 2. und 3. Sonntag im Monat von 14.00 -17.00 Uhr und nach Vereinbarung, bitte über den jeweiligen 1. Vorsitzenden oder obige Telefonnummer erfragen. Auch Anmeldungen zur Besichtigung sind hier möglich.
1. Vorsitzender des Heimatvereins Kirchen e.V.

 

Anfahrt
 

Landkarte in eigenem Fenster darstellen.