Wappen der Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg)
Verbandsgemeinde
Kirchen
(Sieg)
 
Kirchen
(Sieg)
  Kontakt Sitemap Impressum Extranet
 
Startseite
Touristik und Freizeit
Bürgerservice
Gemeinden
Wirtschaft
Aktuelles  
Sehenswürdigkeiten
Unterkünfte
Gastronomie
Freizeitangebote
Veranstaltungen
Vereine
Kultur  
PDF-Symbol Datenschutzerklärung (0.3MB)
Download-Symbol Alle Downloads zeigen...
Impressionen
 
Die Kapelle in Freusburg

Die Kapelle in Freusburg

 

Termine
 

01.12.
Adventsfeier im Bürgerhaus
 

02.12.
Volkstümliches Konzert
(Zitherverein "Edelweiß" Brachbach)
 


Kontakt
 

Andreas Hof

Andreas Hof

Lindenstr. 1
57548 Kirchen (Sieg)

Telefon: 02741/688-106
Telefax: 02741/688-255

E-Mail schreiben

 

 

Die evangelische Kapelle in Freusburg

Kurzbeschreibung
 
Die Kapelle in Freusburg
 

Die evangelische Kapelle wurde in den Jahren 1592 bis 1594 erbaut.

 

Evangelische Kirchengemeinde Freusburg-Niederfischbach
Tel.: 02734 / 5296
Internet: http://www.ekir.de/eeb-sued/kirchekultur/freusburg.html

 

 

Beschreibung und Geschichte
 

Im Jahre 1561 führte Graf Sebastian II. von Sayn, der auf der Freusburg residierte, die lutherische Reformation in der Grafschaft durch. 1592 wird mit dem Kapellenbau begonnen, die Einweihung findet 1594 durch den lutherischen Pastor und Hofprediger Adam Klingspor aus Niederfischbach statt. Durch Graf Wilhem von Sayn-Wittgenstein wird 1605 gewaltsam das calvinische Bekenntnis in der Grafschaft eingeführt. Die Malereien in der Kapelle werden übertüncht. Von 1933-1945 wird die Kapelle ein Brennpunkt des Kirchenkampfes, da sich die Ev. Gemeinde Freusburg der Bekennenden Kirche anschließt. Im Jahre 1947 werden bei Renovierungsarbeiten die Reste der ältesten Ausmalung entdeckt udn restauriert. Weitere Reste der Ausmalung von 1594 werden 1981 freigelegt und resatauriert. Bei einer Renovierung im Jahr 1962 erhält die Kapelle neue Fenster.

Von den Wandmalereien aus dem Jahr 1594 sind folgende zu sehen. Unter der Empore (links) finden Sie eine Darstellung des hl. Georg, der als Vorbild der Christen im Kampf gegen das Böse gilt. Weiterhin ein Mann mit Stock, der vielleicht ein Rest einer zerstörten Darstellung der Geburt Christi ist. Evlt. ein Hirte der zur Krippe kommt. Ebenfalls ist der Rest eines gemalten Vorhangs zu erkennen, der ursprünglich den Sockelbereich aller Wände umzog. Zwischen den nördlichen Rundbogenfenstern ist der Apostel Matthias zu sehen, durch das Los anstelle des Judas berufen (Apg 1, 26). Er trägt ein Beil, weil er nach der Überlieferung enthauptet wurde. Daneben der Apostel Thaddäus (Mk 3, 18) wahrscheinlich identisch mit Judas, des Jakobs Sohn. Er trägt eine Keule, weil er als Märtyrer erschlagen wurde und ein Buch als Symbol der von ihm verkündeten Heilsbotschaft. Zwischen den südlichen Rundbogenfenstern ist nur noch der Kopf des Apostel Paulus sichtbar geblieben. Als einziger unter den Aposteln wurde er immer bartlos dargestellt.

Im Triumphbogen über dem Altar findet sich ein kunstvoller Früchte- und Blumenkranz. Die beiden Leuchter links und rechts im Ansatz des Triumphbogens wurden in den 50er Jahren von Otto Strunk angefertigt. In der Zeit des Kirchenkampfes war er Kirchmeister und ein treuer Weggefährte des damaligen Pfarres Ernst Groß, der wegen seines Engagements für die Bekennende Kirche mehrfach Verhöre und Verhaftungen ertragen musste.

Die Grabtafeln in der Kapelle waren ursprünglich direkt vor dem Altar angebracht, nun sind sie aber in der Westwand eingelassen. Es handelt sich um die Grabsteine gräflicher Beamter, die bis Ende des 18. Jahrhunderts in der Kapelle beerdigt wurden. So alt wie die Kapelle ist auch der unmittelbar umgebende Friedhof. Bis heute sind dort einige historische Pfarrergräber erhalten geblieben. Die Fenster wurden von dem Marburger Künstler Erhard Jakobes (Klonk) entworfen und ausgeführt.

Die Fenster der Kapelle sind aus dem 20 Jahrhundert. Die bunten Chorfenster stellen Gleichnisse Jesu dar. Im linken Fenster ist die Heimkehr des verlorenen Sohnes zu sehen (Lk 15, 11-32). Das mittlere Fenster zeigt ein Gleichnis vom großen Abendmahl (Lk 10, 25-37). Im rechten Fenster ist schließlich das Gleichnis vom barmherzigen Samariter zu sehen (Lk 10, 25-37).

Die Orgel als Königin der Instrumente führt und beschwingt das Gotteslob der Gemeinde. Seit 1962 steht das Werk des Orgelbaumeisters Willi Peter (Köln) auf der Empore.

In der Kapelle gibt es drei Glocken. Die Graf Heinrich Glocke ist von 1594 und trägt die Inschrift: HEINRICH GRAVE ZU SAYN HER ZU HOMBERG MONKLAR UND MEINTZBERG ANNO 1594 HEINRICH VAN COLLN GUS MICH. Die nächste Glocke ist von 1619 hat die Inschrift: FRIEDRICH WILHELM VON DER LIP GENANT HON ZUM BROCH AMBTMANN ZU WINDECK ANNA VON DER LIP GENANT HON GEBORENEN VON-HALL 1619 DEN 20. NOVEMBRIS. Die letzte Glocke in der Kapelle wurde 1949 von der Katholischen Pfarrgemeinde Kirchen geschenkt.

Kanzel und Altar in der Kapelle. Die Kanzel ist in der Mitte des Chorraums hinter dem Altar aufgestellt. Dadurch kommt zum Ausdruck, dass Wort und Sakrament die Mitte des Gottesdienstes sind.

Die Gottesdienstzeiten können Sie im Monatsplan, im Gemeindebrief, in der Tagespresse und im Internet nachsehen.

 

Quelle: Evgl. Kirchengemeinde Freusburg-Niederfischbach

 

Anfahrt
 

Landkarte in eigenem Fenster darstellen.