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18.06.2026 16:54 Alter: 3 min
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B 62 Ortsdurchfahrt Mudersbach: Bauablauf muss angepasst werden


Wie der Landesbetrieb Mobilität Diez mitteilt, muss im Rahmen der Sanierung der Bundesstraße 62 in der Ortsdurchfahrt Mudersbach der Bauablauf kurzfristig angepasst werden. Ursache hierfür sind sowohl unerwartete Schäden an der vorhandenen Infrastruktur als auch erhebliche Beeinträchtigungen durch Verkehrsteilnehmer, die die ausgeschilderte Umleitung missachten.

Missachtung der Umleitungsstrecke führt zu zusätzlichen Einschränkungen

Trotz einer eindeutig ausgeschilderten Umleitungsführung nutzen zahlreiche Verkehrsteilnehmer weiterhin die Baustelle sowie angrenzende Anliegerstraßen als vermeintliche Abkürzung. Dadurch kommt es regelmäßig zu Verkehrsbehinderungen und Rückstaus innerhalb des Baufeldes sowie in den Wohnstraßen.

Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und einen geordneten Bauablauf sicherzustellen, müssen die an die Bundesstraße angrenzenden Anliegerstraßen nun vollständig für den Verkehr gesperrt werden.
Von dieser Maßnahme sind leider auch die Anlieger betroffen, deren Grundstücke dadurch nur eingeschränkt erreichbar sind. Diese zusätzliche Einschränkung ist ausdrücklich nicht gewollt, lässt sich unter den derzeitigen Umständen jedoch nicht vermeiden.

Gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der Polizei wurden bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den unerlaubten Durchgangsverkehr einzudämmen. Trotz verstärkter Kontrollen und weiterer Bemühungen konnte bislang keine ausreichende Verbesserung erreicht werden. Die nun erforderlichen zusätzlichen Absicherungen sind daher eine unmittelbare Folge des anhaltenden Abkürzungsverkehrs.

Die Straßenbauverwaltung appelliert daher eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, die ausgeschilderten Umleitungsstrecken konsequent zu nutzen. Nur so können die Belastungen für die Anwohner sowie weitere Einschränkungen während der Bauzeit auf das notwendige Maß reduziert werden. Und nur so können die Bauarbeiten ordnungsgemäß ausgeführt werden.

Unerwartet umfangreiche Schäden an Kontrollschächten und dem Straßenunterbau

Im zweiten Bauabschnitt zwischen der Glück-Auf-Straße und dem Ortsausgang in Richtung Siegen wurden zunächst vorbereitende Arbeiten durchgeführt, die den Verkehr möglichst nicht beeinträchtigen sollten.
Bei der Überprüfung der vorhandenen Kontrollschächte des Kanalnetzes stellte sich jedoch heraus, dass deren baulicher Zustand deutlich schlechter ist als erwartet. Die Schächte sind teilweise so stark beschädigt, dass nicht lediglich die vorgesehenen Schachtabdeckungen erneuert werden können. Vielmehr müssen die Schachtkonen und Schachtringe vollständig ausgebaut und ersetzt werden. Hierfür ist ein vollständiges Freilegen der Schächte einschließlich Baugrube erforderlich.

Da sich ein Teil der betroffenen Schächte unmittelbar im Bereich der Zufahrt zur Glück-Auf-Straße befinden, kann der Verkehr während dieser Arbeiten aufgrund des erforderlichen Arbeitsraums dort nicht aufrechterhalten werden.
Darüber hinaus wurden im Zuge der Bauarbeiten Schäden am vorhandenen Straßenunterbau festgestellt. In mehreren Bereichen muss dieser nun zusätzlich ausgebaut und erneuert werden, um die Dauerhaftigkeit der neuen Fahrbahn sicherzustellen.

Parallelisierung der Arbeiten verkürzt Gesamtbauzeit

Um die Gesamtbauzeit trotz der zusätzlich erforderlichen Arbeiten nicht um mehrere Wochen zu verlängern, wurde der Bauablauf angepasst. Die Schachtarbeiten und Unterbausanierung werden nun parallel zu den übrigen Arbeiten ausgeführt.
Dadurch kann der bereits abgestimmte Asphalttermin weiterhin eingehalten werden, wodurch sich die Bauzeit insgesamt nicht wesentlich verlängert.

Der Nachteil dieser Anpassung besteht jedoch darin, dass einzelne Bereiche der Ortsdurchfahrt nicht – wie ursprünglich vorgesehen – früher wieder für den Verkehr freigegeben werden können. Die Verkehrsführung bleibt daher bis zum Abschluss der Arbeiten in dem derzeit erforderlichen Umfang bestehen. Die Einmündung der Glück-Auf-Straße muss aufgrund der umfangreichen Schachtarbeiten vollständig gesperrt werden. Darüber hinaus bleibt der gesamte hintere Bauabschnitt zwischen der Glück-Auf-Straße und dem Ortsausgang in Richtung Siegen für den Verkehr voll gesperrt.

Die betroffenen Anlieger werden gebeten, ihre Fahrzeuge bis auf Weiteres außerhalb des Baufeldes abzustellen. Aufgrund einer derzeit bis zu 12 cm hohen Asphaltkante ist eine Zufahrt zu den Grundstücken mit Fahrzeugen nicht möglich.

Die Bauleitung ist bemüht, die Auswirkungen der Baumaßnahme für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Je nach Baufortschritt wird vor Ort täglich geprüft, ob kurzfristig Durchfahrtsmöglichkeiten geschaffen werden können, damit Anlieger ihre Grundstücke zumindest zum Be- und Entladen erreichen können. Da diese Möglichkeiten unmittelbar vom jeweiligen Baufortschritt und den sicherheitstechnischen Anforderungen abhängen, können sich die Regelungen kurzfristig und auch täglich ändern.

Der Landesbetrieb Mobilität Diez ist sich der erheblichen Einschränkungen bewusst, die die notwendigen Anpassungen des Bauablaufs insbesondere für die Anwohnerinnen und Anwohner mit sich bringen. Für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen während der Bauarbeiten sowie die weiterhin erforderlichen Verkehrs- und Umleitungsmaßnahmen bittet der LBM Diez alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie die betroffenen Anliegerinnen und Anlieger um Verständnis. Gleichzeitig wird nochmals eindringlich darum gebeten, die ausgeschilderten Umleitungsstrecken konsequent zu nutzen. Nur so können zusätzliche Belastungen für die Anwohner vermieden und ein zügiger Baufortschritt sichergestellt werden.